Beitragsrückerstattung bei der privaten Krankenversicherung

Wer bekommt Beitragsrückerstattung bei der privaten Krankenversicherung?
Die Bedingung für eine Beitragsrückerstattung ist jeweils, dass ein Versicherter über einen bestimmten Zeitraum keine Leistungen von seiner Versicherung bezahlt bekommen hat. Meistens ist dieser Zeitraum ein Jahr, diese Bedingung kann aber bei einzelnen Versicherungen auch anders gestaltet sein. Deswegen kann es bei einem solchen Tarif sinnvoll sein, am Ende eines Jahres eine Arztrechnung selbst zu bezahlen, um dafür einen Teil der Beiträge rückerstattet zu bekommen. Die Voraussetzung ist allerdings, dass man vom Arzt eine verlässliche Auskunft über die zu erwartenden Kosten der Behandlung bekommt.

Wie hoch ist die Beitragsrückerstattung bei der privaten Krankenversicherung?
Die Höhe der Beitragsrückerstattung hängt von dem Tarif der jeweiligen Versicherung ab. Einige Versicherungen machen die Höhe der Beitragsrückerstattung vom Geschäftsergebniss, also vom Gewinn der Versicherung abhängig. Nur wenige Versicherungen garantieren bei Schadensfreiheit eine Beitragsrückerstattung in vorher festgelegter Höhe. Einige Versicherungen bieten sogar einen Schadensfreiheitsrabatt an, wie man ihn auch von den KFZ-Versicherungen kennt. Je länger man keine Leistung von der Krankenkasse bezieht, desto höher wird dieser Rabatt von Jahr zu Jahr. Solche Tarife lohnen sich besonders für junge Versicherte ohne besondere Krankheitsrisiken.

Wann lohnt sich eine Beitragsrückerstattung bei der privaten Krankenversicherung?
Zunächst sollte man die Beiträge von Versicherungen mit Beitragsrückerstattung mit solchen ohne Beitragsrückerstattung vergleichen. Es kann sein, dass ein Tarif mit Beitragsrückerstattung bei der privaten Krankenversicherung teurer ist als eine private Krankenversicherung ohne Beitragsrückerstattung, wenn die Summe der Beiträge in einem Jahr sehr viel höher sind. Andererseits kann eine Versicherung mit Patienten, die den Arzt nur bei einem wirklich notwendigen Fall besuchen, langfristig auch die günstigeren Versicherungstarife anbieten. Das Ziel der Beitragsrückerstattung ist ja schließlich, die Versicherten von unnötigen Arztbesuchen abzuhalten und damit langfristig für alle Versicherten Geld zu sparen. Das einzige mögliche Problem bei diesem Modell besteht darin, dass einzelne Patienten möglicherweise eine notwendige Behandlung nicht oder spät beginnen, um Geld zu sparen. Dies dürfte aber in der Realität die Ausnahme sein.

Was muss man beim Vergleich der Tarife mit Beitragsrückerstattung bei der privaten Krankenversicherung noch beachten?
Wie bei allen privaten Krankenversicherungen darf man nicht nur auf den Preis schauen. Man muss natürlich auch vergleichen, welche Leistungen die Versicherung im Bedarfsfall auch wirklich zahlt. Zusatzoptionen wie Chefarztbehandlung, besondere Behandlungsmethoden oder eine Chefarztbehandlung kosten nun einmal zusätzlich Geld, stellen aber auch einen Mehrwert dar. Zusammenfassend kann man aber sagen, dass Tarife mit einer Beitragsrückerstattung bei der privaten Krankenversicherung sich vor allem für junge und gesunde Versicherte rentieren, da sie meistens ohnehin keine Behandlungen brauchen und von den Rückzahlungen tatsächlich profitieren. Je älter ein Versicherter ist, desto eher lohnen sich Tarife mit festen Beitragssätzen, da man eben doch mehr Vorsorgeuntersuchungen und andere Leistungen braucht, um das Wertvollste zu erhalten, was ein Mensch haben kann, die Gesundheit.